eat-the-world Tour, Potsdam holländisches Viertel

Um Potsdam näher kennenzulernen, haben wir mit „eat-the-world“ an einer kulinarischen Stadtführung durch das holländische Viertel in Potsdam teilgenommen. So konnten wir das nützliche mit dem angenehmen verbinden :-). Und ist es schön, zwischen den historischen Erzählungen immer wieder kleine Pausen zum Häppchen probieren zu haben, wobei der Schwerpunkt bei dieser Führung eindeutig auf dem Essen lag.

Guter Dinge und bei schönstem Wetter haben wir unsere Gruppe am Nauener Tor getroffen, und wurden freundlich von unserer kompetenten Stadtführerin begrüßt. Wir waren insgesamt 12 Teilnehmer, also eine angenehme Gruppengröße. Nach einer kurzen Einführung über den Ablauf und die Organisation der Tour, ging es direkt zum ersten Stopp: einem ungarischen Spezialitätenladen. Dort findet man eine große Auswahl an ungarischer Feinkost, Weinen, Paprika in allen Variationen, etc… Die Inhaberin des Ladens, eine gebürtige Ungarin, hat ihr Geschäft sehr schön präsentiert und mitreißend erzählt. Dabei hat sie so charmant für ihr Heimatland geworben, dass wir nun ernsthaft einen Urlaub am Balaton in Erwägung ziehen! Zum probieren gab es ein „original ungarisches Sandwich“ mit Paprikasalami, Käse und Paprika auf Bauernbrot.

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Das ungarische Sandwich
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Eine schöne Auswahl an ungarischen Spezialitäten

Nach einem kleinen Spaziergang mit einer kurzen Erzählstation zur Geschichte des Viertels, gelangten wir zum Wochenmarkt auf dem Bassinplatz. Dort sind vor allem regionale Anbieter zu finden, für alle Lebensmittel des täglichen Bedarfs.

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Der Wochenmarkt am Bassinplatz

Am Stand „Özel Feinkost“ gab es für jeden ein kleines Plastikschälchen mit Couscous Salat und Linsensalat. Der Linsensalat war der Hammer, superlecker! Ich hatte großes Glück: den Kindern hat das überhaupt nicht geschmeckt und so kam ich in den Genuss einer weiteren Portion. Der Stand bietet eine große Auswahl an Pasten, Dips und Aufstrichen an, außerdem verschiedene selbst zubereitete Salate. Dort muss ich mich unbedingt noch weiter durchtesten…

Der nächste Stopp wurde im Q-REGIO-h.o.f.laden genau gegenüber des Marktes eingelegt. Das Geschäft sieht aus wie ein Hofladen auf einem Bauernhof und ist ein Anbieter für regionale Spezialitäten aus dem Umland. Ich habe z.B. einen Whisky aus Werder an der Havel erstanden (sehr fein). Zum probieren gab es eine reine Rindswurst, diese wurde vor allem von den Kindern gelobt. Der Vegetarier bekam ein paar Uckerkaas Würfel und war happy damit.

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Der nächste kurze Marsch ging mitten durchs holländische Viertel. Superschöne Häuser und entspannte Atmosphäre – das hat uns wirklich gut gefallen. Halt gemacht wurde nun bei „SchokoKunst“ einem von einer Fotokünstlerin betriebenen, exklusiven Schokoladengeschäft. Zur Verkostung bekam jeder eine kleine Tasse heiße Schokolade. Ich war zuerst enttäuscht wie klein die Portion war. Die flüssige Schokolade war aber sehr gehaltvoll und dickflüssig, die kleine Menge war völlig ausreichend!

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Der weitere Spaziergang führte uns zu Potsdams ältester Bäckerei – W. Braune. Die Ausstattung des Verkaufsbereichs ist noch aus den 1930er Jahren, die Bäckerei wird in der 5. Generation betrieben (wobei an dem Standort die Bäckergerechtsame bereits ab 1200 nachweisbar ist). Die nächste Generation hat uns sehr schwungvoll und voller Elan in der Backstube den Arbeitsalltag und die Abläufe erklärt. Das war wirklich interessant! Besonders viel Wert wird hier auf traditionelle Zubereitung und handwerkliche Qualität gelegt. Das hat man auch bei unserer Kostprobe, den Leipziger Lerchen, gemerkt.

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Inzwischen machten sich schon vereinzelt Ermüdungserscheinungen bemerkbar und wir waren sehr froh, als wir uns in der „Casa Toscana“, einem typisch italienischen Ristorante im Außenbereich setzen konnten. Zu probieren gab’s hier für jeden ein Stück Pizza – auch in einer vegetarischen Variante. Geschmacklich einwandfrei, insgesamt jedoch ziemlich lieblos serviert, ich hatte den Eindruck wir stören die Belegschaft bei ihrer Mittagspause – Erläuterungen zum Restaurant gab es keine. Und der Preis für die Apfelschorle war völlig übertrieben: 4 Euro für ein 0,4er Glas!

Den letzten Stop legten wir im Café Ricciotti ein. Schon der Weg durch die barocken Gassen ist wunderschön, das Café besticht vor allem durch seine Lage am Nikolaisaal und dem ruhigen, schön begrünten Innenhof. Zum Abschluss gab es hier sowas wie „Energiebällchen“, die Erklärung wurde irgendwie vergessen… aber sie waren gut.

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Die Kostproben im Ricciotti

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Unsere Aufnahmekapazität war zu diesem Zeitpunkt aber auch wirklich schon total erschöpft. In kulinarischer und auch in kultureller Hinsicht. Wir waren über 3 Stunden unterwegs und es hat gereicht. Ich persönlich hätte auf die letzten beiden Stationen verzichten können. Aber es war eine wirklich schöne Tour, die einen guten Überblick über das holländische Viertel in Potsdam gegeben hat. Und man hat viele Locations entdeckt, die man vielleicht auf den ersten Blick so nicht erwartet hätte. Ein gelungener Tag!

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